Südniedersachsen stellt ÖPNV-Strukturen neu auf: Vom Unternehmensverbund zum Aufgabenträgerverbund

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Doreen Fragel, Vorsitzende der ZVSN-Verbandsversammlung und Erste Kreisrätin des Landkreises Göttingen, Stephan Börger - ZVSN-Verbandsgeschäftsführer und neuer VSN-Geschäftsführer sowie Frithjof Look, Stadtbaurat der Stadt Göttingen freuen sich über die gemeinsame, zukunftsorientierte Organisationsstruktur.

Die Stadt Göttingen sowie der Zweckverband Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) haben einen wegweisenden Schritt zur Reorganisation ihrer ÖPNV-Strukturen vollzogen:

Mit dem Kauf der VSN-Geschäftsanteile der 14 Verkehrsunternehmen durch die Stadt Göttingen und dem ZVSN ist zum Jahreswechsel die Umstellung vom bisherigen Verbund der Verkehrsunternehmen hin zu einem Aufgabenträgerverbund vollzogen und die die Grundlage für eine nachhaltige, verlässliche und wirtschaftliche Weiterentwicklung des öffentlichen Nahverkehrs geschaffen und der Weg in eine gemeinsame, zukunftsorientierte Organisationsstruktur geöffnet.

Bislang waren mehrere Institutionen parallel und teilweise überschneidend mit Aufgaben der ÖPNV-Planung und -Organisation betraut.

Durch die veränderten Verkehrsverträge verlagerte sich die finanzielle und organisatorische Steuerung zunehmend in den Einflussbereich der Aufgabenträger. Da die Stadt Göttingen und der ZVSN zudem im Rahmen des neuen Nahverkehrsplans für Südniedersachsen eng zusammenarbeiten und gemeinsame Projekte umsetzen, entstand der Bedarf, die bestehenden Strukturen neu zu ordnen und stärker auf gemeinsame Ziele auszurichten.

Im Zuge dieser Neustrukturierung hat Stephan Börger die Geschäftsführung des Verkehrsverbundes Süd-Niedersachsen (VSN) übernommen. Er bleibt zugleich Verbandsgeschäftsführer des ZVSN. Zur Prokuristin der VSN GmbH wurde Janina Ternedde bestellt. Gesellschafter des VSN sind nun ausschließlich die Stadt Göttingen und der ZVSN.

Mit Hilfe eines externen Gutachters konnte jetzt der Kaufprozess binnen eines Jahres professionell abgeschlossen werden.

Von der Neustrukturierung erwarten die Beteiligten eine gestärkte Rolle bei der strategischen Ausrichtung und Weiterentwicklung des ÖPNV in der Verbundregion.