Landesbus 160
Landesbus L160 – Zuverlässig zwischen Duderstadt und Göttingen
Jeden Tag, jede Stunde zwischen 5 und 24 Uhr
Seit 2019 verbindet der Landesbus 160 Duderstadt und Göttingen stündlich miteinander. Montags bis freitags fährt der barrierefreie Linienbus zwischen 5 und 24 Uhr, am Wochenende jeweils ab 6 Uhr (samstags) bzw. 7 Uhr (sonntags) bis 24 Uhr. Damit ergänzt der Landesbus 160 das bestehende Linienangebot und sorgt für eine direkte, klimafreundliche Verbindung im Überlandverkehr.
Die speziell für den Landesbus angeschafften Fahrzeuge bieten Komfort für alle Fahrgäste: Barrierefreie Bereiche ermöglichen die Mitnahme von Rollstühlen, Kinderwagen oder Fahrrädern. Eine Klimaanlage sorgt für angenehme Temperaturen und während der Fahrt steht den Fahrgästen kostenfreies W‑LAN zur Verfügung. Die Busse erfüllen die neueste Abgasnorm Euro 6 D und leisten damit einen Beitrag zum Umweltschutz.
Gemeinsam für mehr Barrierefreiheit im ÖPNV: Stephan Börger - ZVSN-Verbandsgeschäftsführer, Daniel Göbeke - LNVG, Marco Schnieder - BarriereScouts Göttingen, Doreen Fragel, Vorsitzende der ZVSN-Verbandsversammlung und Erste Kreisrätin des Landkreises Göttingen und Rainer Rosenthal, Geschäftsführer von Firma Scheithauer-Reisen.
Moderne Niederflurbusse für die Landesbuslinie 160
Zum Jahresbeginn werden mit Unterstützung des ZVSN vom Betreiber Scheithauer Reisen auf der Landesbuslinie 160 (Göttingen - Ebergötzen - Duderstadt) drei neue Niederflurfahrzeuge in Betrieb genommen, die bisherige Fahrzeuge ersetzen und den Fahrgastkomfort und die Barrierefreiheit weiterverbessern.
Die neuen Fahrzeuge erfüllen moderne Umwelt-, Komfort- und Sicherheitsstandards und werden vom Land Niedersachsen mit 92.000 EUR je Fahrzeug (Stückpreis 282.500 EUR) gefördert.
Daniel Göbeke von der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) hebt die Bedeutung der Förderung hervor: „Mit der Förderung moderner Niederflurfahrzeuge unterstützen wir gezielt Investitionen, die den öffentlichen Personennahverkehr in Niedersachsen leistungsfähiger und inklusiver machen. Die neuen Busse auf der Landesbuslinie 160 zeigen, wie Landesförderung konkret zur Verbesserung von Komfort, Barrierefreiheit und Angebotsqualität für die Fahrgäste beiträgt.“
Doreen Fragel, Vorsitzende der ZVSN-Verbandsversammlung und Erste Kreisrätin des Landkreises Göttingen unterstreicht die Bedeutung der Investition: „Mit drei neuen Bussen verbessern wir die Mobilität auf der nachfragestarken Linie zwischen Göttingen und Duderstadt nachhaltig. Die Landesförderung ermöglicht diese Qualitätssteigerung - dafür danken wir sehr.“
Stephan Börger, ZVSN-Verbandsgeschäftsführer freut sich über die Leistungsfähigkeit des mittelständischen Unternehmens und das Engagement und betont den regionalen Nutzen der neuen Fahrzeuge: „Die neuen Busse sind ein starkes Zeichen für moderne Mobilität im ländlichen Raum. Mit den Niederflurbussen wird der ÖPNV komfortabler, barriereärmer und insgesamt attraktiver. Wir sind stolz, so engagierte mittelständische Unternehmen hier in Südniedersachsen zu haben.“
Der vergrößerte Mehrzweckbereich der Fahrzeuge ermöglicht künftig eine deutlich bessere Beförderung von Rollstuhlnutzenden und weiteren mobilitätseingeschränkten Personen. Dieser praktische Fortschritt sei ein zentraler Bestandteil der Qualitätssteigerung im Linienbetrieb, erläutert ZVSN-Verbandsgeschäftsführer Stephan Börger:
„Wir hatten den Fahrgastvertretern zugesagt, bei Fahrzeugneubeschaffungen darauf zu achten, dass die Größe der Mehrzweckbereiche über die gesetzliche Anforderung hinaus geht, dieses Versprechen lösen wir hier aber auch zukünftig an anderer Stelle ein.“
Auch für den Betreiber selbst sind die Busse ein wichtiger Schritt. Rainer Rosenthal, Geschäftsführer von Scheithauer-Reisen, blickt mit Freude auf die Inbetriebnahme: „Für unser Unternehmen ermöglichen uns die drei neuen Mercedes- einen zuverlässigen, zeitgemäßen und barrierearmen Betrieb – genau das, was unsere Fahrgäste erwarten. Die Förderung der LNVG war ein entscheidender Baustein, um diese Investition umzusetzen.“
Aus Sicht der Betroffenen ist die Verbesserung im Alltag unmittelbar spürbar.
Die BarriereScouts Göttingen begrüßen die Fahrzeugerneuerung ausdrücklich. Marco Schnyder von den BarriereScouts Göttingen erklärt: „Wir, die BarriereScouts Göttingen, sind sehr erfreut über die drei neu angeschafften Busse für die Linie 160, die über einen Mehrzweckbereich verfügen, der größer ist als bei den Bussen, die sonst auf der Linie 160 eingesetzt wurden. Das ist ein wichtiger Schritt zur Teilhabe von Menschen mit Behinderung im öffentlichen Nahverkehr.“
Jonas Morgenroth, Vorsitzender der Selbsthilfe Körperbehinderter Göttingen e.V., betont:
„Auf meinem täglichen Arbeitsweg von Göttingen nach Duderstadt habe ich direkt gemerkt, was die neuen Busse bringen. Dank des größeren Mehrzweckbereichs konnten ein Kinderwagen und ich im Rollstuhl problemlos gemeinsam mitfahren - solche Lösungen schaffen echte Alltagstauglichkeit und Platz für alle.“
Die drei neuen „Fahrzeuge auf der Landesbuslinie 160 setzen damit ein sichtbares Signal für modernere, barriereärmere und komfortablere Mobilität in der Region - ein starkes Zeichen zum Jahresanfang und ein vielversprechender Ausblick auf das kommende Fahrplanjahr.
Doppeldeckerbus mit der Zielanzeige Duderstadt, der auf der Landesbus Linie 160 eingesetzt wurde und einem Linienbus der Linie 172, mit der Zielanzeige Ebergötzen nebeneinander.
Testweise Doppeldecker auf der Linie L160
Vom 2. bis 12. Oktober 2025 testete der ZVSN auf der Linie 160 einen Doppeldeckerbus. Ziel war es, unter realen Bedingungen zu prüfen, ob ein solches Fahrzeug langfristig eingesetzt werden kann. Der Test wurde in Kooperation mit dem Fahrzeughalter BKW aus Bad Wildungen und dem Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) durchgeführt. Die Fahrten wurden vom Verkehrsunternehmen Scheithauer Reisen übernommen.
Während des Testbetriebs wurden gezielt Daten und Rückmeldungen von Fahrgästen erhoben, um die Erfahrungen mit Komfort, Sicherheit und Nutzung zu dokumentieren. Hierfür konnten die Fahrgäste in den Bussen über einen QR-Code an einer Online-Umfrage teilnehmen. Die Ergebnisse dienen der Bewertung des Fahrzeugs und der Optimierung des Service auf der Linie.
Fahrgäste und Fahrpersonal überzeugt – Doppeldeckerbus-Test auf der Linie 160 erfolgreich abgeschlossen
Während des Testzeitraumes wurden insgesamt 585 Fahrgäste befragt: Die große Mehrheit der Fahrgäste spricht sich klar für den dauerhaften Einsatz des Doppeldeckers aus. Besonders geschätzt wurden der Reisebus-Komfort, die gute Aussicht aus der oberen Etage und der großzügige Mehrzweckbereich im Untergeschoss.
Auch beim Fahrpersonal fiel die Rückmeldung eindeutig aus. Waren die Fahrerinnen und Fahrer zunächst noch skeptisch, wich die Zurückhaltung bereits nach dem ersten Einsatztag spürbarer Begeisterung. Schon bald galt der Doppeldecker als „Wunschfahrzeug“ unter den Fahrerinnen und Fahrern von Scheithauer Reisen, auch konnte bestätigt werden, dass der bestehende Fahrplan mit dem deutlich größeren Fahrzeug eingehalten werden kann.
Trotz der hohen Akzeptanz des Fahrzeugs wird auf der Linie 160 kurzfristig kein Doppeldecker eingesetzt. ZVSN-Verbandsgeschäftsführer Stephan Börger erläutert:
„Der aktuelle Verkehrsvertrag mit Scheithauer Reisen läuft bis Sommer 2029. Selbst wenn wir jetzt neue Fahrzeuge bestellen würden, könnten sie frühestens im Sommer 2028 ausgeliefert werden. Für das letzte Vertragsjahr wäre die Anschaffung von zwei Doppeldeckerbussen – mit einem Stückpreis von rund 570.000 Euro – wirtschaftlich nicht sinnvoll. Zudem endet die derzeitige Förderrichtlinie für die Landesbusförderung bereits 2026. Sobald wir wissen, wie es ab 2027 weitergeht, werden wir den Einsatz von Doppeldeckern erneut prüfen und gegebenenfalls in die Neuvergabe ab August 2029 aufnehmen. Dass der Doppeldecker grundsätzlich gut in unserem Linienbetrieb funktioniert, haben wir mit dem Test eindeutig bestätigt.“
Weitere Informationen im Pressebereich
Fahrpläne finden Sie auf www.vsninfo.de
Der Landesbus wird gefördert vom